Dorian Gray

Schauspiel frei nach Oscar Wilde
Schön zu sein, jung zu sein, begehrt zu werden und von der Zeit scheinbar unberührt zu bleiben: Dorian Gray bekommt all das beinahe mühelos geschenkt. Als der Maler Basil ihn porträtiert, trifft Dorian auf das Bild von sich selbst wie auf ein Versprechen. Es zeigt nicht nur seine Schönheit, sondern auch, was er verlieren könnte. Aus dieser Ahnung wird Besessenheit. Dorian möchte, dass nicht er selbst, sondern allein das Porträt die Spuren der Zeit trägt.
Von da an beginnt ein Leben im Rausch. Dorian bewegt sich durch Clubs, Affären und Nächte, kostet aus, was ihm Lust verspricht, und entdeckt, wie weit man gehen kann, wenn das eigene Gesicht makellos bleibt. Während sein Körper glatt bleibt und seine Haut auch nach Jahren keine Falten zeigt, verändert sich im Verborgenen etwas: sein Bild. Es wird zum schwelenden Gegenüber, zum Archiv seiner Ausschweifungen, seiner Grausamkeit und seines zunehmenden Selbstverlusts.
Oscar Wildes Roman erzählt von Schönheit als Macht, von Verführung als Lebensform und von einer Welt, in der Moral vor allem etwas zu sein scheint, das für andere gilt. Dorian Gray ist ein schillernder Stoff über Begehren und die gefährliche Sehnsucht, dem eigenen Leben folgenlos beim Entgleisen zusehen zu können.
Besetzung
Inszenierung
Mihails Gubenko
Bühne und Kostüme