Die schönste Version

Nach dem Roman von Ruth-Maria Thomas
Jella hat Yannick angezeigt. Von diesem Punkt aus blickt Ruth-Maria Thomas’ Roman zurück auf eine Beziehung, die einmal wie das ganz große Versprechen auf ein gemeinsames Großstadtleben wirkte: schöne Altbauwohnung, Avocadobrote zum Lunch. Und überhaupt: Eines dieser Paare, die es scheinbar geschafft haben, die schönste Version dessen zu leben, wie man sein könnte. Doch dann kommt es anders, ganz anders: Yannick wird gewalttätig.
Die schönste Version folgt Jella zurück in die Lausitz, in die Jahre des Aufwachsens, in ihr Jugendzimmer, zu Freund:innenschaften, Deutschrap hören, Bravo Girl lesen und danach den eigenen Körper hassen, aber auch zu den ersten Versuchen herauszufinden, wer man sein will. Zwischen Provinz und Aufbruch, der großen leidvollen Sehnsucht nach Schönheit und dem Wunsch, es richtig zu machen, entsteht das Bild einer Frau, die gelernt hat, sich selbst immer wieder durch die Augen anderer zu betrachten.
Die Bühnenadaption von Ruth-Maria Thomas’ viel beachtetem Debütroman bringt einen Text ins Ateliertheater, der mit großer Klarheit von Intimität, Gewalt und weiblichem Aufwachsen erzählt. 2024 war Die schönste Version für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Besetzung
Inszenierung und Bühne
Paula Schlagbauer