Foto: Cindy Schmid
Der Ticketverkauf startet Anfang Juli.
Der gute Mensch und die KI
Uraufführung
Was heißt es heute, gut zu sein, in einer Welt, in der nicht mehr nur Menschen urteilen, sondern auch KI-Systeme? In der Algorithmen längst mitentscheiden, was effizient und was moralisch ist.
Ausgehend von Bertolt Brechts Der gute Mensch von Sezuan verlegt Der gute Mensch und die KI die alte Frage nach dem guten Leben in eine digitale Gegenwart. In Brechts Parabel steigen drei Götter auf die Erde, um einen einzigen guten Menschen zu finden. In unserer Überschreibung übernimmt ein KI-System diese Suche und findet niemanden. Also wird Shen Te neu erschaffen: als KI, jederzeit ansprechbar, unermüdlich hilfsbereit, scheinbar grenzenlos gut.
Auf der Bühne bleibt diese KI keine bloße Behauptung. Sie wird live erprobt, im direkten Austausch mit dem Publikum. Es wird gepromptet, generiert und reagiert; künstliche Intelligenz wird zum Mitspieler eines Abends, der ihre Faszination ebenso ausstellt wie ihre Zumutungen.
Die Menschen kommen zur Shen-Te-KI und bringen ihre Sorgen, Wünsche und Forderungen mit. Was als Lösung gedacht war, schafft neue Probleme. Denn auch die scheinbar selbstlose KI hat ihren Preis. Sie läuft auf Servern, die Unmengen an Strom verbrauchen, sie basiert auf entwendeten Daten und ausbeuterischer Klickarbeit. Die digitale Güte ist materiell und sie ist erwirtschaftet.
Kann man Moral delegieren? Ist Fürsorge automatisierbar? Wird der gute Mensch überflüssig, wenn sein digitales Spiegelbild besser funktioniert? Und wer darf in einer algorithmisch vermessenen Welt überhaupt noch entscheiden, was gut ist?
Das Volkstheater Rostock erarbeitet gemeinsam mit Interrobang eine Überschreibung, die Brechts Parabel weiterdenkt. Die auf KI-Theater spezialisierte Berliner Gruppe Interrobang entwickelt performative und digitale Formate an der Schnittstelle von Theater, Technologie und gesellschaftlicher Gegenwartsanalyse.
Ausgehend von Bertolt Brechts Der gute Mensch von Sezuan verlegt Der gute Mensch und die KI die alte Frage nach dem guten Leben in eine digitale Gegenwart. In Brechts Parabel steigen drei Götter auf die Erde, um einen einzigen guten Menschen zu finden. In unserer Überschreibung übernimmt ein KI-System diese Suche und findet niemanden. Also wird Shen Te neu erschaffen: als KI, jederzeit ansprechbar, unermüdlich hilfsbereit, scheinbar grenzenlos gut.
Auf der Bühne bleibt diese KI keine bloße Behauptung. Sie wird live erprobt, im direkten Austausch mit dem Publikum. Es wird gepromptet, generiert und reagiert; künstliche Intelligenz wird zum Mitspieler eines Abends, der ihre Faszination ebenso ausstellt wie ihre Zumutungen.
Die Menschen kommen zur Shen-Te-KI und bringen ihre Sorgen, Wünsche und Forderungen mit. Was als Lösung gedacht war, schafft neue Probleme. Denn auch die scheinbar selbstlose KI hat ihren Preis. Sie läuft auf Servern, die Unmengen an Strom verbrauchen, sie basiert auf entwendeten Daten und ausbeuterischer Klickarbeit. Die digitale Güte ist materiell und sie ist erwirtschaftet.
Kann man Moral delegieren? Ist Fürsorge automatisierbar? Wird der gute Mensch überflüssig, wenn sein digitales Spiegelbild besser funktioniert? Und wer darf in einer algorithmisch vermessenen Welt überhaupt noch entscheiden, was gut ist?
Das Volkstheater Rostock erarbeitet gemeinsam mit Interrobang eine Überschreibung, die Brechts Parabel weiterdenkt. Die auf KI-Theater spezialisierte Berliner Gruppe Interrobang entwickelt performative und digitale Formate an der Schnittstelle von Theater, Technologie und gesellschaftlicher Gegenwartsanalyse.
Besetzung
Konzeption
Interrobang
Text und Inszenierung
Till Müller-Klug
Bühne und Kostüme
Silke Bauer
Creative Coding und Video
Manus Nijhoff, Alexandre Silveira
Musik
Friedrich Greiling