Wieder sprechen
Kooperation mit dem Literaturhaus Rostock
Der Umgangston ist rau geworden - in Deutschland, Europa und der Welt. Hate Speech und Aggression scheinen Politik und das gesellschaftliche Miteinander zu dominieren. Das Literaturhaus Rostock und das Volkstheater suchen gemeinsam neue Wege im Gespräch mit Expert:innen.
Wie viel Nützliches steckt in Geschlechterrollen?
Diskussion mit Sophia Fritz und Matthias Politycki / Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock)
Kaum ein Kulturkampf wird so erbittert geführt wie der um Geschlechterrollen. Woran liegt das? Wie gelingt Verständigung auf diesem Schlachtfeld, das auf allen Seiten Verwundete beherbergt? Welche Positionen kann man heute öffentlich vertreten, ohne gecancelt zu werden? Matthias Politycki, Autor, Essayist und Vorsitzender des PEN Deutschland, hat 2025 den Essayband Mann gegen Mann - Von alten und neuen Tugenden vorgelegt, in dem er angesichts von Zeitenwende und radikalen Umbrüchen innerhalb liberaler Gesellschaften fragt, ob manche traditionell männlich konnotierten Eigenschaften nicht doch bewahrenswert sind. Mit ihm spricht Sophia Fritz, Autorin des Essays Toxische Weiblichkeit (2024), in dem sie auslotet, ab wann erlernte weibliche Muster ins potentiell Schädliche kippen. Wie viel Negatives, wie viel Nützliches steckt in Geschlechterrollen? Was haben sie mit unseren Vorstellungen von Gesellschaft zu tun?
TERMIN
26.04. / 18:00 Uhr / Ateliertheater
26.04. / 18:00 Uhr / Ateliertheater
Woke oder Weltuntergang?
Diskussion mit Mithu Sanyal und Ijoma Mangold / Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock)
Wir kennen die Schlagworte und die gefühlten Unversöhnlichkeiten rund um Identitätspolitik, Backlash, Cancel Culture, Wokeness und das Gendern, von Familienbildern ganz zu schweigen.
Progressiv vs. konservativ ist dabei der Kerngegensatz eines aufgeladenen Kulturkampfs. Dass man engagiert und doch vergleichsweise unaufgeregt über so gegensätzliche Weltsichten sprechen könnte, scheint inzwischen unvorstellbar - wir sind optimistisch. Das liegt auch an den beiden Gästen, die nicht für Extreme, aber innerhalb des deutschsprachigen Kulturbetriebs recht eindeutig für progressive bzw. konservative Haltung stehen. Wie sie diese Haltungen erklären, wie man über echte oder vermeintliche Gräben hinweg im Gespräch sein, einander verstehen und respektieren kann: Darüber wollen wir sprechen, das wollen wir erproben.
Mithu Sanyal, geboren 1971 in Düsseldorf, ist Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Schriftstellerin. Sie arbeitet zu den Themenschwerpunkten Feminismus, Rassismus, Popkultur und Postkolonialismus. Sie veröffentlichte die Romane Identitti (Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2021) und Antichristie (2024) und wurde im März 2026 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet.
Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg, ist Literaturkritiker, Kulturkorrespondent für DIE ZEIT und Autor. 2007 wurde er mit dem Berliner Preis für Literaturkritik ausgezeichnet, 2017 veröffentlichte er sein autobiographisches Buch Das deutsche Krokodil, 2020 Der innere Stammtisch. Ein politisches Tagebuch.
Progressiv vs. konservativ ist dabei der Kerngegensatz eines aufgeladenen Kulturkampfs. Dass man engagiert und doch vergleichsweise unaufgeregt über so gegensätzliche Weltsichten sprechen könnte, scheint inzwischen unvorstellbar - wir sind optimistisch. Das liegt auch an den beiden Gästen, die nicht für Extreme, aber innerhalb des deutschsprachigen Kulturbetriebs recht eindeutig für progressive bzw. konservative Haltung stehen. Wie sie diese Haltungen erklären, wie man über echte oder vermeintliche Gräben hinweg im Gespräch sein, einander verstehen und respektieren kann: Darüber wollen wir sprechen, das wollen wir erproben.
Mithu Sanyal, geboren 1971 in Düsseldorf, ist Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Schriftstellerin. Sie arbeitet zu den Themenschwerpunkten Feminismus, Rassismus, Popkultur und Postkolonialismus. Sie veröffentlichte die Romane Identitti (Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2021) und Antichristie (2024) und wurde im März 2026 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet.
Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg, ist Literaturkritiker, Kulturkorrespondent für DIE ZEIT und Autor. 2007 wurde er mit dem Berliner Preis für Literaturkritik ausgezeichnet, 2017 veröffentlichte er sein autobiographisches Buch Das deutsche Krokodil, 2020 Der innere Stammtisch. Ein politisches Tagebuch.
TERMIN
28.05. / 19:30 Uhr / Vienna House by Wyndham Sonne
28.05. / 19:30 Uhr / Vienna House by Wyndham Sonne
LIVESTREAM twitch.tv/lithausrostock
TICKETS 5 € zzgl. Gebühr (Pressezentrum/mvticket.de); Abendkasse: 8 €
Kulturticket für Studierende
Kulturticket für Studierende