Gesänge aus der Gefangenschaft

Projekt in Kooperation mit der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit Rostock (Dug)
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Das ehemalige Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in Rostock liegt ein wenig versteckt im Komplex der damaligen Stasi-Bezirksverwaltung zwischen August-Bebel-Straße, Augustenstraße, Hermannstraße und Grünem Weg. Der Blick darauf wurde in den sechziger Jahren planmäßig versperrt durch die Anlage neuer Wohnblöcke - die Bevölkerung sollte das Gefängnis so wenig wie möglich wahrnehmen. Heute sind die beklemmenden Räume, in denen zwischen 1960 und 1989 rund 4900 Frauen und Männer aus politischen Gründen inhaftiert wurden, als Dokumentations-und Gedenkstätte für Besucher:innen zugänglich.
Mit Liedern und Texten aus einem weiter gefassten historischen und internationalen Kontext, die entweder in Gefangenschaft entstanden oder aus Solidarität mit Gefangenen geschrieben wurden, bespielen Ensemblemitglieder des Volkstheaters Rostock in einer Sonderveranstaltung einzelne Zellen und Räume des Gebäudekomplexes. Die Zuschauer:innen werden im Rahmen eines Rundgangs in Kleingruppen zu den Spielorten geführt und können sich so mit den Gesängen aus der Gefangenschaft einer besonderen Erfahrung des Gebäudes aussetzen.
Besetzung
Konzeption und Gesamtleitung
Chordirektion
Prof. Markus J. Langer
Regie
Rainer Holzapfel, Peter Stuppner
Choreografie
Dramaturgie
Studienleitung
Musikalische Einstudierung
Regieassistenz
Jens Wegener, Peter Stuppner
Solist:innen des Musiktheaters
Schauspieler:innen
Tänzer:innen der Tanzcompagnie
Rostocker Motettenchor