Foto: W. Hüttemann

Tristan und Isolde - In 90 Minuten

Der Tenor Hans-Georg Wimmer hat gemeinsam mit Armin Terzer das Projekt „Tristan XS“ realisiert – am 8. September erklingt die gekürzte Fassung von Wagners „Tristan und Isolde“ in der Halle 207 – mit Hans-Georg Wimmer als Tristan
Woher kommt die Begeisterung für Wagners Musik?
Hans-Georg Wimmer: Ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal mit Begeisterung die Musik von Richard Wagner hören werde, geschweige denn, sie selbst zu musizieren. Während einer Produktion am Opernhaus Kopenhagen hörte ich in einem CD-Laden zufällig eine historische Aufnahme der Walküre mit Lauritz Melchior als Siegmund. Ich war sofort begeistert und kaufte mir die Aufnahme und den Klavierauszug. Es folgten viele Klavierauszüge und der Entschluss, meine Stimme für den Wagnergesang weiterzubilden.

Wie und warum ist Tristan XS entstanden?
Hans-Georg Wimmer: Die Oper Tristan und Isolde beschreibt musikalisch und inhaltlich einen Meilenstein in der Musikgeschichte. Etwas so überwältigendes und grenzüberschreitendes hatte es bis dahin nicht gegeben, und man hatte ernsthafte Zweifel an der Aufführbarkeit des Werkes. Wir hatten die Idee, die musikalischen Höhepunkte dieser tragischen Liebesgeschichte im Rahmen eines normalen Konzertabends aufzuführen. Für Wagner-Fans, aber vielleicht auch für den Besucher, der wie ich damals, durch diesen ersten Kontakt mit der Musik Wagners zum Fan wird!

Wie reagieren Wagner-Liebhaber auf die gekürzte Fassung?
Hans-Georg Wimmer: Wir geben in Tristan XS die Liebesgeschichte zwischen Tristan und Isolde chronologisch und dramaturgisch dem Ablauf der Oper entsprechend wieder. Dadurch entsteht ein intensiver Spannungsbogen, der die musikalischen Highlights beinhaltet, sodass jeder Wagner-Fan auf seine Kosten kommt.

Worauf darf sich das Publikum freuen?
Hans-Georg Wimmer: Die Norddeutsche Philharmonie Rostock unter dem Dirigat von Marcus Bosch sowie der Opernstar Manuela Uhl garantieren musikalischen Hochgenuss. Der australische Videokünstler Stephen Hamacek performt darüber hinaus eine Live Videoprojektion. Mit den Kunstwerken von Thomas Sydow entstehen so abstrakte Farbwelten, die das musikalische Geschehen sinnlich begleiten.