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Wolfgang Amadeus Mozart

Die Hochzeit des Figaro

Opera buffa in vier Akten
Libretto von Lorenzo Da Ponte
Wiederaufnahme Spielzeit 2010/2011

Olaf Lemme und Jamila Raimbekova (Graf und Gräfin Almaviva)

Wolfgang Amadeus Mozarts 1786 uraufgeführte Oper »Die Hochzeit des Figaro« lebendig auf die Bühne zu bringen, stellt uns immer wieder vor besondere Herausforderungen, gilt das Werk doch als eine der wenigen nahezu vollkommenen Opern. Mit unvergesslichen Charakteren, die in Menschlichkeit und Glaubwürdigkeit den Rahmen einer fiktiven Schöpfung beinahe übertreffen, wird ein spezifisches Spektrum unterschiedlichster Lebenssituationen vorgestellt.

Die Rostocker Neuinszenierung belässt das Stück in den Jahren des zu Ende gehenden Rokokos, kurz vor der Französischen Revolution. Gefangen in einer von Rang und Geburt bestimmten Welt befinden sich etliche Personen in einer Umbruchszeit, und bei den Herausforderungen, die der Alltag mit sich bringt, gerät die Tradition aus den Fugen. Eine solche Welt liegt uns heute fern; warum aber spricht uns die Oper an? Zum Teil liegt es an der Komplexität und Wahrhaftigkeit der einzelnen Charaktere. Wie kaum ein anderer Komponist des Musiktheaters konnte Mozart Menschen in ihrer Vielfalt und ihren Widersprüchen zeichnen, so individuell und glaubhaft, dass sie für uns zu realen Personen werden. Seine Musik trägt und kommentiert die Handlung. Dabei eröffnet das Orchester eine zusätzliche Ebene und vermittelt Einsichten in Gedanken und Emotionen, welche die Personen des Dramas selbst nicht ahnen.

So entsteht ein vielschichtiges Erlebnis, bei dem eine reale, alltägliche Handlung von Musik durchdrungen wird, die alles verwandelt und veredelt. Die Musik lässt die Unvollkommenheit des Menschen verzeihen und sie letztlich sympathisch werden. Sie wird zum Medium der Einsicht und der Toleranz; und wenn sich am Schluss Graf und Gräfin, Bräutigam und Braut versöhnen, so überträgt sich dieser Gedanke auch auf uns selbst.

Hier können Sie das Programmheft zu »Die Hochzeit des Figaro« downloaden.



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Ab

06.11. 2010
Großes Haus

Musikalische Leitung

Niklas Willén

Inszenierung

Pavel Fieber

Ausstattung

Christian Floeren

Dramaturgie

Bernd Hobe

Choreinstudierung

Ronald Monem

Studienleitung

Hans-Christoph Borck

Musikalische Einstudierung

Teodora Belu


Darsteller

Graf Almaviva Olaf Lemme
Gräfin Almaviva Jamila Raimbekova
Susanna, Kammermädchen der Gräfin Lisa Mostin
Figaro, Kammerdiener des Grafen Stefan Sevenich *
Cherubino, Page des Grafen Takako Onodera
Marcellina N.N.
Doktor Bartolo, Arzt aus Sevilla Mikko Järviluoto
Basilio Mark Bowman-Hester
Antonio, Gärtner und Susannas Onkel Nils Pille
Barbarina, Antonios Tochter Maria Schlestein*
Don Curzio, Richter Titus Paspirgilis
Zwei Brautjungfern Maria Teresa Gonzales / Any dos Santos Lima,
Liliana Grillo /
Akane Matsui

* Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

Opernchor des Volkstheaters Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock

Nächste Vorstellungen

06.11. 2010, 19:30 Uhr, Großes Haus