Operette in drei Akten Libretto von Karl Haffner und Richard Genée Premiere
Stefanie Smits, Olaf Lemme und Takako Onodera
GLÜCKLICH IST, WER VERGISST, WAS DOCH NICHT ZU ÄNDERN IST.
Angesichts der sozialen Probleme, die sich in Folge des Börsencrashes vom Mai 1873 verschärft hatten, mögen diese Worte in den Ohren des Wiener Premierenpublikums der "Fledermaus" versöhnlich geklungen haben. Die 1874 uraufgeführte "Mutter aller Operetten" mit Strauß’ unvergleichlicher Musik ist dessen erstes Bühnenwerk, in welchem ein zeitgenössischer Stoff aufgegriffen wird. In der turbulenten Geschichte um den reichen Lebemann Gabriel von Eisenstein und seiner Gattin Rosalinde wird mit hintersinnigem Witz und szenischer Schwungkraft in die Herzen der Zeitgenossen geblickt und das Lebensgefühl der Gründerzeit eingefangen.
Eisenstein, der einen Beamten beleidigt hatte und für acht Tage ins Gefängnis muss, möchte sich vor Antritt seiner Haftstrafe vergnügen. Er ahnt nicht, dass sein Freund, der Notar Dr. Falke, noch eine Rechnung mit ihm offen hat. Beim Maskenball des Prinzen Orlofsky findet das inszenierte Rachespiel einer Fledermaus seinen Höhepunkt.