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Stefan Rosinski
Kaufmännischer Geschäftsführer
Stefan Rosinski, 1961 in Flensburg geboren als Sohn eines Steuerberaters und einer Zeitungsredakteurin, studierte zunächst in Hamburg an der Hochschule für Musik und Theater Musiktheaterregie bei Götz Friedrich. In diese Zeit fielen Regie-Praktika an den Theatern Kassel und Lübeck, an der Hamburgischen Staatsoper ("Tristan und Isolde" von Ruth Berghaus) und der Deutschen Oper Berlin ("Götterdämmerung" von Götz Friedrich).
Nach seiner Abschlussinszenierung der zeitgenössischen Oper "Das Federgewand" von W.-A. Schultz an der Studiobühne der Oper Hamburg ("Diplom-Regisseur") ging Rosinski 1988 als fester Regieassistent und Abendspielleiter an das neu eröffnete Aaltotheater in Essen unter der Intendanz von Prof. Manfred Schnabel. Zurückgekehrt nach Hamburg war er ab Sommer 1990 als Texter bei der Werbeagentur Lintas beschäftigt. In diese Zeit fällt der Beginn einer intensiven Tätigkeit als Theaterkritiker für die taz Hamburg, die WOCHE und verschiedene Radiosender.
Ab Ende 1991 war Stefan Rosinski als Assistent der späteren Kulturstaatsministerin Dr. Christina Weiss, anschließend von Dr. Ursula Keller verantwortlich für die Geschäftsorganisation des Literaturhauses Hamburg.
Ab 1993 arbeitete er als selbstständiger Regisseur, Schauspieler und vor allem Produzent von freien Theaterinszenierungen; hier sind u.a. Mauser von Heiner Müller in Koproduktion mit den Hamburger Kammerspielen (gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg), die Uraufführung "Salome" von Nick Cave am Tacheles Berlin und Pasolinis "Orgia" auf Kampnagel Hamburg zu nennen. Von 1996 bis 1999 war Stefan Rosinski als Drehbuchautor und beratender Fernsehdramaturg tätig. Gleichzeitig arbeitete er vermehrt als Dozent zu theater- und filmwissenschaftlichen Themen (Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen Frankfurt; Universität Hamburg).
Seit seinem Intensivstudium an der Fortbildungsakademie der Wirtschaft Hamburg, den Prüfungen zum Industriekaufmann und Staatlich geprüften Betriebswirt wirkte er im Bereich Controlling und Personalwesen; hier vor allem für das Vertriebscontrolling des Otto-Konzerns und das Personalcontrolling der Lufthansa. Anfang 2002 erstellte er eine Besucheranalyse für die Hamburgische Staatsoper. Zuletzt war Rosinski als freier Mitarbeiter für das Controlling des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg tätig.
Ab April 2003 fungierte Stefan Rosinski als Abteilungsleiter für Finanzen, Controlling und Organisation bei der Niedersächsischen Staatstheater GmbH Hannover; ab 1. Oktober 2004 wirkte er am selben Haus als Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer.
Zum 1. Januar 2006 erfolgte der Wechsel zur Stiftung Oper in Berlin als Geschäftsführer des Bühnenservice und Stellvertreter des Generaldirektors. In dieser Funktion erarbeitete Rosinski ein Konzept zur Zusammenlegung aller Werkstätten der Berliner Opernhäuser und initiierte im Anschluss die Baumaßnahme zur Erstellung eines zentralen Werkstattgebäudes am Franz-Mehring-Platz. Ab November 2006 übernahm er bereits die operativen Aufgaben des scheidenden Generaldirektors Michael Schindhelm. Am 14. Februar 2007 wurde Stefan Rosinski vom Stiftungsrat zum kommissarischen Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin ernannt. Beide Ämter hatte er bis zum 31. August 2009 inne.
Zum 1. September 2009 trat Stefan Rosinski als Chefdramaturg und stellvertretender Intendant seinen Vertrag an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter der Intendanz von Frank Castorf an. In diese Zeit fällt die Zusammenarbeit mit Künstlern wie u. a. Dimiter Gotscheff, Werner Schröter, René Pollesch, Wanda Golonka, Edith Clever und Samuel Finzi. Zum 31.12.2010 wurde der Vertrag aufgrund künstlerischer Differenzen aufgehoben und Rosinski war freiberuflich als Managementberater und Autor tätig.
Seit dem 1. August arbeitet Rosinski als Kaufmännischer Geschäftsführer am Volkstheater Rostock. Neben der finanziellen Konsolidierung des Hauses geht es vor allem auch um die Entwicklung eines Konzeptes für ein neues Theater.
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