Halle 207 - Gelände der ehemaligen Neptunwerft
Ein neues Zuhause für die Norddeutsche Philharmonie Rostock
Unsere Universitäts- und
Hansestadt Rostock verfügt über ein traktionelles Mehrspartentheater,
bestehend aus Musiktheater (Chor), Ballett, Schauspiel / Puppentheater und
Philharmonie. Der Repertoirebetrieb realisiert szenische Produktionen, die so
lange im Spielplan verbleiben, wie das Besucherinteresse zu verzeichnen ist. Der
Konzertbereich der Norddeutschen Philharmonie besitzt ein überdurchschnittlich
starkes Gewicht, dabei wird in 3 Häusern konzertiert:
- Großes Haus mit 600 Plätzen - ein Provisorium seid 1944 für
Konzerte, Schauspiel, Ballett und Musiktheater
-
Theater im Stadthafen mit 200 Plätzen – ein Neubau geeignet nur
für Schauspiel und vor allem für Kinder -, Jugend- und Puppentheater
- Probebühne insgesamt und absolut ungenügend und in einem
katastrophalen Zustand.
Die Besuchersituation in den
philharmonischen- und Sonderkonzerten ist mit ca. 60% durchschnittlich und nicht
zufrieden stellend, obwohl man zu den Anrechtskonzerten und bei richtiger
Nutzung medialer Möglichkeiten auch Veranstaltungen die ausverkauft und gut
besucht sind zu verzeichnen hat.
Viele Städte in Deutschland,
die Metropolencharakter besitzen bzw. besitzen wollen, verfügen über Spielstätten,
mit multifunktionaler Nutzung wie auch Konzertsäle. Man muss sich nicht erst in
den Metropolen wie Hamburg, Leipzig, Dresden, Berlin umschauen, sondern findet
auch in solchen Städten wie Bochum, Chemnitz, Cottbus, Neubrandenburg und
anderen, Konzertsäle die neben Opernhäusern die Anziehung einer Stadt und die
Attraktivität durch Konzertveranstaltungen manifestiert.
Durch die Nutzung der ehemaligen
Schiffbauhalle 207 auf dem Gebiet der ehemaligen Neptunwerft kann durch die
Nutzung einer Konzerthalle im maritim historischen Umfeld Gleiches oder Ähnliches
erreicht werden, unter der besonderen Wirkung, dass erstmalig auch geeignete Räumlichkeiten
für Proben und mannigfaltiger Konzertveranstaltungen mit vergleichbarem
Charakter in Rostock statt finden können. Dabei hat sich der Vorstand des
Vereines an die Satzung angelehnt eine Studie zu diesem Projekt zu entwickeln
und dabei ein namhaftes Architektur- und Ingenieurbüro mit der Erarbeitung
dieser zu beauftragen.
Das Ergebnis dieser Studie lässt
sich sehen, so hoffen wir auch Anklang in der breiten Öffentlichkeitsunterstützung
dieses Projektes zu finden. Die Montagehalle aus dem 19. Jahrhundert bietet zum
Zweck einer ganzjährigen Nutzung neben dem Konzertsaal funktionelle Nebenräume,
die zur Vorbereitung und Organisation von Konzertveranstaltungen notwendig sind
und den Zuschauern von ca. 850 Plätzen Rechnung trägt. Ein Entwurf sieht aus
raumakustischen Gründen, sowie aus Gründen einer räumlichen Optimierung
Besucherplätze in Form eines Stufenranges nach hinten ansteigend vor. Wodurch
neue Räumlichkeiten zur Unterbringung der Technik und Nebenräume geschaffen
werden können.
Die ansteigende
Sitzreihenerhebung nach hinten, die zwangsweise zu einer Brüstungshöhe über
die der letzten 6 Fensterachsen reicht, kann architektonisch so aufgewertet
werden, dass dem Gebäude eindeutig auch die Zuordnung eines
Veranstaltungshauses gibt. Die Fläche für Orchester und Chor sind jeweils für
80-90 Personen ausgelegt und umfasst eine Fläche von 150m2, ein
angrenzender Erweiterungsbau ermöglicht die Anordnung von Foyer mit Garderobe,
behinderten WCs und ähnlichem. Der Foyerbereich hat eine Raumhöhe zwischen
5-6m, besitzt eine großzügige Verglasung in Richtung Uferbebauung, wodurch die
Sicht auf die Warnow besonders inspirierend für die Zuschauer wirken wird. Der
Verwaltungs- und Orchesterbereich des Neubaus ist zwei Etagen dem
zweigeschossigen Orchesterbereich des Altbaus durch ein gemeinsames Flur- und
Treppenhaussystem verbunden. In der Studie sind alle relevanten Gebäudetechnischen
Maßnahmen berücksichtigt worden.
Durch diese Studie sind sowohl
der Vorstand wie auch die Autoren der Studie davon überzeugt, einen Beitrag zur
nachhaltigen Nutzung der Halle 207 und der unseres Erachtens zwingenden
Herausstellung der Qualität und der Bedeutung der Norddeutschen Philharmonie für
das kulturelle Leben, nicht nur in unserer Hansestadt sondern auch über die
Region hinaus von immenser Bedeutung.
Es wäre zu schön, wenn diese
Studie nicht nur ein Traum, sondern auch in absehbarer Zeit Realität werden würde.
Eine erste grobe Kostenschätzung, die aus Vergleichsobjekten und dem Stand der
Planung herrühren, beläuft sich auf ca. 9.000.000,00€ netto, Erwerbskosten
sind nicht hinzu gerechnet. Es scheint eine Lösung greifbar nahe, es gilt
hierzu die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit einzuwerben, die ein
tragfähiges Konzept unabhängig der derzeitig laufenden Umstrukturierungspläne
im Volkstheater Rostock vornehmen zu können. Diese Lösung stellt eine
Bereicherung für das Orchester dar, unabhängig wie sich die Gestaltung
innerhalb des Volkstheater Rostocks im Rahmen der Bildung der GmbH vollziehen möge.
Es bereichert und manifestiert nachhaltig das kulturelle Leben unserer Hanse-
und Universitätsstadt Rostock.
Für nähere Informationen,
Gedanken, Ideen und Unterstützungen wenden Sie sich bitte an den Vorstand der
Philharmonischen Gesellschaft.
Fazit:
Mit
dieser Projektstudie erhebt weder der Vorstand noch die Mitglieder des Vereins Rechte der Urheberschaft
gedanklicher noch materieller Art. Die Studie soll und kann nur Anregung zur Veränderung
der derzeitigen Misere sein.
Bild
des Innenraumes
Bild
des Gebäudes
Bild
der Sitzreihen